Pyrenäen 2015 - Route/Etappen - Teil 1 - Hendaye - Argelès-Gazost


Reisebercht - Fahrt mit Camper

Nach einer langen Fahrt in Hendaye sind wir direkt an der spanischen Küste angekommen.

Noch am Freitag-Abend packten wir unsere Sachen in Jegenstorf in den Camper, leider nur 1 Rennvelo, da ich nach dem gebrochenen Fuß noch nicht Rennvelo fahren darf. 

Irgendwo vor Lyon legen wir uns im Camper schlafen und fahren am Samstag Morgen weiter über Cleremont und nach Bordeaux- wo es recht harzig vorwärts geht - Stau! Dann noch weitere gute 200 km bis an unser erstes Ziel - Hendaye! Es ist sehr warm - fast 37 Grad, und der Camp ist toll ausgestattet und es ist wirklich sehr warm. Am Abend an der Küste hat es jedoch auffrischender Wind.

Die Fahrt ist mit 1069 km relativ lang - aber auch mit viel Autobahn.

 

Erster Radlertag - Reto, Sabine und Patricia

Hendaye - Ascarat

Nachdem wir die Rennvelos ausgeladen haben und alles im Camper verstaut ist, geht es bei über 30 Grad der wilden Küste entlang nach St.Jean de Luz, dort den schönen Hafen bestaunen und ab in die Pyrenäen. Über einen ersten Pass dem Col Ignace schon Richtung Spanien und es ist sehr heiß! Ein weiterer Pass der Col Otxondo folgt bevor es durch ein Tal hinein und eine schmalere Strasse auf den Col Izpeguy geht, wieder zurück nach Frankreich.

Oben geniessen wir die tolle Aussicht bevor es kurvig hinunter nach Frankreich nach St. Etienne de Baigorry und weiter bis zu einem Camp in Ascarat geht. Ich habe mit dem Camper den Camp gefunden, aber die 3 Radler? Nun nach einem Telefon und der Suche mit dem Camper sind dann auch sie im Camp. So geniessen wir einen gemütliches Apéro und das Relaxen. In der Nacht windet es heftig kurz, dann ist es wieder ruhig.

Pässe - Ignace, Otxondo, Ispeguy, 84 km


2. Tag - Ascarat - Aramits - Col Irati

Im ersten grösseren Ort St.Jean Pied-de-Port kaufen wir ein und tanken noch Diesel, dann geht es zum Col Irati. Es geht bald ruppig aufwärts, und die ersten Geier kreisen über uns. Es folgen verschiedene Cols - und der Irati mit 1327 m ist der Höchste - dann geht es hinunter nach Larrau - doch zuerst nochmals eine Gegensteigung zum Dorf hinauf. Weiter noch hinunter im Tal und dann Richtung Aramits auf und ab, wo es ringsum schon dunkle Wolken hat. Gerade 5 Minuten vor dem richtigen Gewitter treffen wir im Camp ein, rasch die Velos in eine Garage unterstellen und schon schüttet es aus Kübeln! Nach einer Weile ist der Spuck vorbei und alle gehen mal duschen. Anschliessend kochen wir im Camper und in der Nacht weiterer Regen.

Pässe - Haltza, Budincurutscheta, Bagargui, Irati - 75 km

 

3. Tag - Aramits - Laruns

Am Morgen tropft es von allen Bäumen, die Strasse ist auch noch nass. Es geht zuerst tüppig warm ins Tal zum Col d'Ichère - Reto begleitet mich heute im Camper. Der Pass ist sehr schmal und eher eine Alp. Oben kommt uns auch ein Rennvelo-Fahrer von der anderen Seite entgegen. Weiter dann hinunter und etwas das Tal hinaus zur Abzweigung zum Col de Marie Blanque - oben zieht es recht zügig und einige Geier hat es auch, jedoch auch etwas Nebel herum. Patricia und Sabine erklimmen den Pass in ihrem Tempo und wir warten oben auf sie. Die Abfahrt dann gemeinsam und es geht zügig runter über eine schöne flache Ebene/Alp nach Biella und dann noch etwas weiter Richtung Laruns. Ein kleiner verschlafener Ort. Im einzigen offenen Restaurant geniessen wir das Abendessen und der 15 Min. Spaziergang tut allen gut.

Pässe - Ichère, Col Marie Blanque - 62 km

 

4. Tag - Laruns - Argelès-Gazost

Etwas früher stehen wir auf und bereits kurz nach ein paar Metern geht es hinauf zum Col d'Aubisque 1709 der nun bereits etwas höher ist!. Der HImmel ist noch bedeckt und es hängen überall Nebelschwaden. Bereits auf Höhe von 1000m beginnt der Nebel dichter zu werden und die Strasse wird auch immer enger. Mit dem Camper fahre ich im Dort Gorette doch gleich in eine Sackgasse, da ich vor lauter Nebel die Strassenabzweigung nicht sehe. Doch bald weiter auf den Pass und Patricia erreicht ca. 30 Min. vor Sabine und Reto die Passhöhe, sogar fast mit Sonnenschein, jedoch bleibt die super Aussicht im Nebel. Patricia und ich konnten im 2012 die Aussicht voll geniessen - leider dieses Jahr nicht.

Wir alle geniessen oben einen Café und dann die Weiterfahrt zusammen, d.h. mit dem Camper durch Tunnel und schmal dem Hang entlang auf den Col de Soulor 1474m. Der dichte Nebel zwingt mich zum langsamen fahren. Es geht bald zügig runter nach Argelès-Gazost, wo mich die Radler quer durch die schmalen Strassen lotsen - jedoch 1x kratze ich einen Blinker am Camper ab. Wir beziehen auf dem Camp ca. 3 km ausserhalb von Argelès unseren Platz und wir möchten einen Ruhetag einlegen, da das Wetter nicht sehr gut aussieht für den Col du Tourmalet der als nächstes folgt.

Pässe - Aubisque 1709, Soulor 1474, 50 km

 

Ruhetag Argelès-Gazost

In der Nacht regnet es intensiv und am morgen ist es überall nass. Die gewaschenen Kleider auch noch total feucht. Patricia und ich radeln ins Dorf zum Einkaufen und dann lesen und faulenzen.